Essen in Schottland

Es heißt, die Hölle sei ein Ort, an dem die Briten Kaffee kochen und die Italiener den Verkehr regeln. Man kann das ruhig auf die gesamten kulinarischen Fähigkeiten der Schotten ausweiten, denn das Essen dort ist wirklich zum Kotzen!

Wer gepresste Schafsinnereien Haggis nennt und zu seinem Nationalgericht erklärt, macht sich ja schon verdächtig, aber auch die unverdächtigeren Gerichte wie Fish & Chips sind kaum zu genießen. Eine besondere Unart ist der vollkommen maßlose Einsatz von Fett und Essig bei fast allem, was die Schotten kochen, braten oder backen.

Ich war zuletzt in einem teuren Restaurant, und es war ein Desaster. Das Beefsteak war so trocken, wie der Rotwein hätte sein sollen, es sollte ein Gesetz geben, das Briten die Verwendung von Kartoffeln verbietet, und die Süßspeise hätte jeden Diabetiker auf der Stelle niedergestreckt.

Ausgenommen von diesem harten Urteil ist ausdrücklich das Frühstück. "Wer in Schottland gut essen will, muss dreimal am Tag frühstücken" heißt es nicht umsonst. Die Schotten haben einen anderen Essensrhytmus als wir Kontinentaleuropäer. Sie frühstücken reichhaltig, essen zum Lunch dann nur eine Kleinigkeit und nehmen dann abends zum Dinner die Hauptmahlzeit des Tages ein. Zum Frühstück gibt es dabei zur Eröffnung Ceralien, wie z.B. Cornflakes, danach Rühreier, Bacon und Würstchen, zum Abschluss Quark oder Joghurt, dazu Tee und Orangensaft.

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